Illy und die Selbstbestimmung

Stefan Wittwer arbeitet als Bio Bauer auf einem Demeter Hof im Berner Mittelland. Er ist ein feinfühliger Mensch und liebt seine Tiere sehr. Doch die Tierkommunikation war ihm erst suspekt.  Umso erfreulicher war für mich seine Begeisterung nach den Tiergesprächen und dass ich ihm und seiner Kuh Illy helfen konnte, friedlich miteinader umzugehen.

 

 

Wer bist du und was tut du?

 

Ich heisse Stefan und bin gelernter Biobauer. Privat wohnen bei mir meine Hühner und Pablo mein Hund. Ich arbeite auf einem Demeterhof  und bin dort zuständig für die Kühe, Schweine, Ziegen und Pferde.

Warum hast du meine Angebote in Anspruch genommen?

 

Illy unsere Hofkuh war sehr aggressiv und hat mich immer angegriffen, wenn ich ihr zu nahe kam  und es nicht nach ihrem Kopf lief. Es war eine Herausforderung sie zu melken. Unsere Kühe dürfen ihre Hörner behalten. Was die Sache oft nicht ganz einfach macht. 

 

 

Ich habe dir erzählt, dass ich Tierkommunikation lerne. Was hast du damals darüber gedacht?

 

Ich habe meine Stirn gerunzelt und gedacht… Okkkee???

 

 

Deine Anfrage ob ich mit Illy arbeiten will hat mich sehr gefreut. Wie ist es dazu gekommen, dass du trotz deiner Zweifel mir Illy anvertraut hast?

 

Ich habe von deinen Erfolgen gehört und gedacht, wenn es nichts bringt, dann schadet es wenigstens nicht. Ausserdem interessiere ich mich für feinstoffliche Energien. Ich bewirtschafte meinen Garten auch nach dem Mondkalender und weiss, dass der ganze Kosmos in Verbindung zueinander steht. Ich fühle eine tiefe Verbindung zu den Tieren und war von daher offen für die Tierkommunikation.

 

 

Ich kann mich gut an das Gespräch mit Illy damals erinnern. Es war in meiner Anfangszeit und ich war selbst sehr erstaunt über ihr Bewusstsein. Ich hätte nie gedacht, dass eine Kuh zu solchen Empfindungen fähig ist. Ja die Antwort von Illy war auch für mich sehr überraschend. Was hast du gedacht, als ich dir gesagt habe, dass Illy keine Nutztier-Kuh sein möchte?

 

Sehr nachvollziehbar. Auch dass sie enorm Mühe hat als Nutztier gehalten zu werden. Dass es ihr schwer fällt, sich mit dieser Gefangenschaft abzufinden und mehr Freiheit will. Sie kann absolut nichts an ihrer Situation ändern. Das ist schon hart.

Sie hat ja gesagt, ihre Seele sei in einem falschen Körper. Sie wirkt auch so. Man sieht ihr an, dass es ihr nicht wohl ist.

 

 

Was hat sich durch die Tierkommunikation für dich und Illy geändert?

 

Es hat mir geholfen Illy zu verstehen und einfühlsamer mit ihr umzugehen. Ich biete ihr überall wo es möglich ist Freiraum und Selbstbestimmung an. Sie macht mit ohne aggressiv zu sein. Ich wende mich an ihren natürlichen Herdentrieb.   Arbeite mit den anderen Kühen und lasse Illy machen. Sie kann freiwillig folgen und ihren Melkplatz selbst aussuchen.

 

Illy ist eine Kuh, die sich nicht treiben lässt. Sie greift an und spiesst dich mit ihren Hörnern auf wenn du nicht aufpasst. Heute hole ich die anderen 19 Kühe und treibe sie in den Stall. Illy folgt dann von selbst. Sie ist wie gesagt ein Herdentier.

 

Auffällig bei Ihr ist, dass sie rangniedrigere Kühe nicht schikaniert. Sie lebt in ihrer eigenen Welt und will einfach soviel Freiraum und Selbstbestimmung wie nur irgendmöglich. Seit ich ihr diesen Freiraum gewähre, habe ich keine Probleme mehr.

 

Die neue Hofmitarbeiterin hat sich nun schon ein paar mal über den Zaun geworfen und sich in Sicherheit vor Illy bringen müssen. Sie glaubt mir nicht, was Illy dir in der Tierkommunikation erzählt hat.

 

 

Was denkst du, wie die Situation heute wäre ohne die Tierkommunikation?

 

Es könnte gut möglich sein, dass wir sie zum Schlachter gebracht hätten. Eine solche Kuh ist eine Gefahr für die Betreuten des Wohnheimes, die bei uns auf dem Hof arbeiten. Unsere Kühe haben Hörner und das ist schon auch eine Herausforderung für uns. Ich kam schon mit zerrissenen Hosen nachhause. Das war aber der kleine Stier und nicht Illy.

Du warst ja auch schon bei mir wegen deinem Hahn. Er hat nach dem Umzug die Hühner attackiert bis sie blutig waren. Wie hast du ihn nach der Kommunikation erlebt?

 

Genau. Seit daher ist es ruhig und er ist friedlich geworden.  Er war immer sehr nervös und sehr unbeliebt auch bei mir. Schon als er klein war, war er ein Tyrann. Ich wollte ihn zum Metzger bringen und da hast du gesagt, dass du zuerst mit ihm reden willst. Danach hat sich sein Verhalten schlagartig geändert.

 

Ja ich kann mich noch daran erinnern: am neuen Ort hatten sie nicht so viel Platz wie am alten Ort. Er hatte weniger Möglichkeiten seinen Raum für sich zu nehmen. Er fühlte sich ausgegrenzt von den anderen seit der 2. Hahn bei euch ist. Ich habe mit den Hühnern gesprochen. Mit ihm verhandelt und energetisch  mit ihm gearbeitet.

 

Was ich aber witzig aber völlig nachvollziehbar und ernst zu nehmen fand, dass er ein Problem mit seinem Namen hatte. Er hiess Blondy. Der Name bekam er von einer Frau. Er ist ein Hahn und fühlte sich sehr in seiner Ehr verletzt. Heute heisst er Ferdinand und ich habe ihn zwar nicht gefragt, aber ich denke er ist zufrieden damit.

 

Ja, er ist leider ein bisschen zu schwer und leidet etwas unter seinem Gewicht. Solange er zufrieden wirkt, lasse ich ihn am leben. Er liegt viel in der Sonne und geniesst einfach das Sein. Eigentlich sollte er ein Huhn sein, sein Geschlecht wurde aber als Küken nicht erkannt und so hat er sein Leben behalten dürfen und lebt mit den anderen Hühnern bei mir.

 Was denkst du heute über die Tierkommunikation?

 

Dass Tiere untereinander kommunizieren ist mir völlig klar. Dass es auch für uns möglich ist, davon bin ich heute überzeugt.

Wir leben in einer hektischen Welt und sind alle gestresst. Wir sollten uns mehr Zeit nehmen wahrzunehmen, was um uns herum geschieht. Geh mal in den Wald und nimm dir Zeit und lasse die Ruhe auf dich wirken. Dann wird dir bewusst, wieviel wir wahrnehmen können.

 

Wenn ich sehe, wie Symbiosen im Tierreich funktionieren, wie Raubtiere sich um Opfertiere kümmern. Wie einfühlsam Tiere Artenübergreifend sein können. Dass sich eine Löwin um ein Antilopenbaby kümmert. Dass sich unser Hund an den Küken erfreut und sie verteidigt, dann weiss ich, dass auch Tiere ein Bewusstsein haben.

 

Wir Menschen sind sehr naiv zu glauben oder meinen zu wissen wie die Natur und die Tierwelt funktioniert. Alles aus dieser rationalen Sichtweise erklären zu können entspricht unserem beschränkten Verstand.

 

Kein Tier zerstört sich seinen Lebensraum so wie wir Menschen unseren Lebenraum zerstören. Ich glaube wir könnten viel von der Weisheit der Tiere lernen, wenn wir denn offen wären ihnen zuzuhören.

Für die Verhandlungsgespräche des Aussenstallgeheges für die Schweine hast du ein wingwave Coaching in Anspruch genommen. Hast du Lust darüber auch noch etwas zu erzählen? 

 

Ja klar. Wir halten unsere Schweine immernoch in Stallhaltung, obschon wir einen Demeterhof führen.

Die Zeiten ändern sich und ich sehe, dass es auf unserem Hof viel Potenzial nach oben gibt. Für mich geht die Leistungshaltung der Landwirtschaft nicht auf. Wir arbeiten gegen die Natur und beuten für unseren Profit Lebewesen aus.

Durch das wingwave Coaching wollte ich mich für die Verhandlungsgespräche stärken. Mein Ziel war, den Schweinen einen Freilaufstall mit Weide zu ermöglichen.

 

Dafür wollte ich Verhandlungssicher und Überzeugend sein. Mich nicht einschüchtern lassen und mein Ziel verwirklichen.

Ich war immer eher lieb und fragend. Mir fehlte die Sicherheit, meinem Gegenüber standzuhalten und meine Werte und Vorstellungen so anzubringen, dass ich ernst genommen werde.

 

Nach dem wingwave Coaching war es mir möglich meinen Chef mit meiner Idee zu konfrontieren und mich Selbstbewusst für meine Werte einzusetzten, ohne beim ersten leisen Gegenwind einzuknicken.

 

Auf dem Hof wurde ich auf meine neue Energie angesprochen. Am Anfang wurde ich als eher unsicher und schüchtern wahrgenommen. Heute bin ich in meiner überzeugenden Präsenz und stehe für mich ein. Luft nach oben gibt es sicherlich immer, aber im Vergleich zu vorher habe ich einen grossen Schritt gemacht.

 

Das Verhältnis zu meinem Vorgesetzten war eher schwierig. Langsam entspannt sich die Situation und ich habe an Selbstsicherheit gewonnen. Klar gibt es immer wieder auseinandersetzungen. Für mich ist es wichtig,  mich nicht mehr einschüchtern zu lassen.

 

Die Verhandlung über die Shweinehaltung habe ich übrigens mit Bravour gemeistert. Die Schweine sind draussen und freuen sich am wühlen in der Erde und herumtoben im frischen Gras.

 

Ich habe noch viele Ziele auf unserem Hof. Allgemein im verwirklichen meines Traumes von einer Landwirtschaft im Einklang mit der Natur.

 

Gesunde Böden und glückliche Tiere sind mir wichtig. Nicht Ertrag und Profit. Als sensibler Mensch kann es  ganz schön Herausfordernd sein, sich in  einer Leistungsorientierten Welt durchzusetzten.

 

Es ist nötig und wichtig meine Blockaden zu überwinden. Was nützen mir meine Träume und Visionen, wenn ich nicht in der Lage bin, diese zu verwirklichen!

Tierkommunikation auch für dich?

 

Hast du auch ein Tier, das du nicht verstehst? Dessen Verhalten dich an den Rand der Verzweiflung bringt oder du einfach spürst, dass es ihm nicht gut geht? Du fühlst dich hilflos weil du ihm nicht helfen kannst und bist offen für einen neuen Zugang zu deinem Tier?

 

Ich bin gerne für euch da und unterstütze dich und dein Tier im gegenseitigen Verstehen. Für eine entspannte und friedliche Beziehung.

 

Hier kommst du weiter zu den Infos über die Tierkommunikation 

 

Eine schöne Winterfestzeit für dich und dein Tier

Andréa

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